Bionik – Leichtere E-Autos
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Die Unterseite des Seerosenblattes verleiht der Pflanze strukturelle Stabilität und Auftriebskraft. Diese Eigenschaften kann man nutzen, um Batteriekästen von E-Autos leichter zu machen und sogar Kühlkanäle darin zu integrieren.

In dieser Projektidee geht es um eine Gewichtsreduktion von Batteriekästen bei E-Autos. Das Gewicht und die Reichweite der Autos stehen in enger Beziehung zueinander. Genauso wie der Schadstoffausstoß. Eine große Rolle spielt dabei die Batterie. Der Batteriekasten und die Bodenplatte, auf der die Batterie gelagert ist, bestehen aktuell aus massiven Metallplatten.

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So sieht das Original im ID.4 von VW aus. Eine technisch gelungene Umsetzung des Batteriekastens auf dem aktuellen Stand der Technik

Bildquelle: VW

Batteriekasten

So könnte gemäß einer Bionik-Designstudie durch SinusPro der gewichtsoptimierte Akku aussehen.

Hier eröffnet sich ein Potential zur Gewichtseinsparung. Denn in der Natur gibt es einige Lösungsansätze für das technische Problem, flächige Strukturen stabil und möglichst leicht zu gestalten. Die Riesenseerose Victoria Amazonica hat besonders große Blätter, die sogar einen Menschen tragen können. Die Unterseite des Blattes hat eine besondere, verzweigte Stabilisationsstruktur. Diese Struktur verleiht der Seerose eine sehr hohe Flächentragkraft bei geringem Materialeinsatz. Zudem sind die Stützstrukturen hohl, sodass sie der Pflanze Auftrieb verleihen.

Nach diesem Prinzip soll die Unterseite der Batteriekästen gestaltet werden. Die hohlen Kanäle sorgen einerseits für die Stabilität und andererseits kann dort eine Kühlflüssigkeit durchlaufen, um die Batterie gleichzeitig zu kühlen. Dieser Lösungsansatz vereint das Prinzip des Leichtbaus mit dem der Funktionsintegration.